15. Oktober 2020 / Allgemeines

RuhrtalRadweg soll verlegt werden

Rat beschließt: neue Strecke an Nuttlarer Schieferbau

Nuttlar/Ostwig.

Der RuhrtalRadweg soll im Bereich des Nuttlarer Schieferbaus und der Ostwiger Halden verlegt werden. Mit der Mehrheit der CDU-Fraktion entschied sich der Bestwiger Gemeinderat jetzt für das Projekt, das zum einen für den beliebten Radweg deutlich mehr Attraktivität mit sich bringen soll. Und zum anderen würde für die Bürgerinnen und Bürger eine neue Fuß- und Radverbindung Richtung Bigge und Olsberg entstehen.

Bereits seit einigen Jahren hatte die Gemeindeverwaltung - nach einem entsprechenden  Auftrag durch den Rat - die baulichen und finanziellen Möglichkeiten für eine Verlegung des RuhrtalRadwegs geprüft. Deutlich wurde dabei: Auch wenn es „nur“ um eine Strecke von 1,4 Kilometern geht, ist das Vorhaben aufgrund der örtlichen Lage und schwierigen Topographie nicht einfach umzusetzen.

Bislang führt der RuhrtalRadweg in Nuttlar direkt an der ehemaligen B7 entlang - „eines der unattraktivsten Teilstücke bis nach Duisburg“, so CDU-Fraktionschef Winfried Gerold. Die neue Streckenführung soll am Besucherbergwerk Schieferbau Nuttlar und den Halden Ostwig verlaufen. Die Ratsmehrheit entschied sich bei der Trassenführung für die Variante 2a: In ihrem letzten Abschnitt in Richtung Bigger Weg verläuft die Strecke parallel zum Damm entlang eines bereits vorhandenen Zauns zur benachbarten Weihnachtsbaumkultur. Hierbei handelt es sich im vierten Streckenabschnitt um die wirtschaftlichste von drei vorgestellten Varianten.

“Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, dass der RuhrtalRadweg ein Erfolg bleibt”, argumentierte Winfried Gerold. Zwar sei die Variante 2a mit Mehrkosten gegenüber der Vorplanung verbunden - allerdings können auch diese teilweise zu 70 Prozent aus Fördermittel bestritten werden. Insgesamt rechnet die Gemeinde Bestwig für das Großprojekt mit Gesamt-Kosten von rund 745.000 Euro. Bis zu rund 490.000 Euro davon könnten aus Fördermitteln kommen - für die Gemeinde Bestwig würde dann ein Eigenanteil von knapp 255.000 Euro verbleiben.

Nicht nur mit Blick auf die Baukosten machte SPD-Fraktionsvorsitzender Paul Theo Sommer die Ablehnung seiner Fraktion deutlich. Da der neue Radweg insbesondere im Bereich des Besucherbergwerks für die Taucher in einem Kurvenbereich von Rad- und Autofahrern parallel genutzt werden müsse, entstehe ein Sicherheitsrisiko. Ein weiterer Aspekt: In direkter Nachbarschaft zur Trasse befinden sich umfangreiche Stützmauern aus Schiefer. Weder gebe es hier endgültige Aussagen zur Standsicherheit noch Schätzungen zu Kosten, die bei einer Sanierung der Stützmauern fällig würden: “Was kommt da finanziell alles auf uns zu?” Zudem diene das Projekt vor allem Touristen: “Es ist kein Weg für den Bestwiger Alltag.”

Dem widersprach Winfried Gerold: “Auch für einheimische Radfahrer ist eine solche Verbindung Richtung Olsberg hochinteressant - alle profitieren davon.” Manfred Ramspott (CDU) verwies darauf, dass es im neuen Marketing-Konzept der Gemeinde Bestwig, das aktuell erstellt wird, gerade darum gehe, die lokalen Stärken “Bergbau - Natur - Erlebnis” noch intensiver zu präsentieren: “Die Verlegung des RuhrtalRadwegs an den Schiederbergbau könnte dazu einen besonderen Beitrag leisten.”

Ernst nehmen müsse man den verkehrlichen Sicherheitsaspekt. Allerdings gebe es an allen Radwegen Berührungspunkte mit Auto- oder Fußgängerverkehr. Hier seien entsprechende Beschilderungen und Markierungen nötig, um mögliche “Konfliktpunkte” zu entschärfen, so Bürgermeister Ralf Péus: “Da kann man einiges machen.”

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