27. Mai 2019 / Allgemeines

Auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Stadt

Fahrradklimatest 2019

Meschede.

Für die Stadt Meschede war es eine Premiere – und die Ergebnisse geben Anlass, noch mehr für das Wohl der Fahrradfahrer im Stadtgebiet zu tun. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub hatte gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium im Herbst 2018 zum achten Mal zum Fahrradklima-Test aufgerufen. Dabei sollten Radlerinnern und Radler die Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden bewerten um Stärken und Schwächen der Radverkehrsförderung deutlich zu machen.

 Zwar war die Umfrage, wie fahrradfreundlich Meschede ist, nicht repräsentativ, doch: 74 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer fahren täglich Rad und kennen die Bedingungen vor Ort genau – auch aus der Autoperspektive, denn 75 Prozent haben ein Auto zur Verfügung. Meschede landete im Feld der Ortsklassengröße 20.000 bis 50.000 Einwohner mit der Gesamtbewertung von 3,66 bundesweit auf Rang 80 von 311 gelandet, landesweit auf Rang 28.

Die Ergebnisse der Umfrage liefern erste Hinweise, wie der Radverkehr und die Radverkehrsförderung in Meschede eingeschätzt wird: „Das ist ein wichtiger Baustein für die zukünftige Arbeit in der Radverkehrsplanung“, sagt Jana Janota vom Fachbereich Planung und Bauordnung der Stadt Meschede. Es gab unerwartete Antworten – etwa das Lob für die gute Erreichbarkeit des Stadtzentrums: „Es ist leider noch nicht von allen Stadt-/Ortsteilen möglich, die Innenstadt auf eigenständigen Radverkehrsanlagen zu erreichen“, räumt die Diplom-Ingenieurin ein. Ausschlaggebend für die Antwort sei vermutlich „die attraktive Umgestaltung der Innenstadt im Zuge der Regionale 2013“.

Erkennbar werde die Einschätzung, dass „der Radverkehr noch nicht den Stellenwert hat, der für eine Steigerung der Radverkehrsnutzung gewünscht ist“. Hier sieht Jana Janota eine Aufgabe der Radverkehrsplanung. Darüber hinaus sei jedoch ein Wandel erkennbar: „Gerade die vom Tourismus gut genutzten Radwege RuhrtalRadweg und Sauerland-Radring bringen den Radverkehr ins Stadtbild und steigern damit dessen Stellenwert.“ 

Überraschend sehr positiv werteten die Teilnehmer der Umfrage und demnach die Nutzer des Radverkehrs die bisher oft kritisierte Öffnung der Einbahnstraßen in Gegenrichtung. Die dadurch neu geschaffene Durchlässigkeit des Radnetzes wird sehr geschätzt.

Jana Janota sieht es als sehr positiv, dass „die Antworten eine Rückmeldung zu den Radverkehrsmaßnahmen der vergangenen Jahren liefern“. Die gute Wegweisung sei ebenso hervorgehoben worden wie die Öffnung der Einbahnstraßen in Gegenrichtung. Somit habe man mit den bisherigen Maßnahmen das Ziel erreicht und die Attraktivität des Fahrradfahrens gesteigert.

Die nächsten Schritte gehen in die bereits eingeschlagene Richtung: Eines der Ziele der Stadtstrategie ist es, den Radverkehr zu fördern. Dies soll, so betont Jana Janota, durch die Erarbeitung eines Radverkehrskonzept erfolgen, das den Radverkehr mit all seinen Bestandteilen und möglichen Quell-Ziel-Verbindungen innerhalb der Ortschaften, zwischen den Ortschaften und zu den Nachbarkommunen betrachtet.

Aus den Antworten lassen sich Arbeitsaufträge deutlich erkennen, aber auch, dass Meschede bereits einen richtigen Weg einschlägt. Jana Janota: „Durch die Erarbeitung des Radverkehrskonzeptes wird der Stellenwert des Fahrrades erhöht und der Radverkehr als Gesamtsystem betrachtet.“ Denn zu einem attraktiven, durchgehenden Radverkehrsnetz gehören ihrer Ansicht nach zwingend ergänzende Maßnahmen wie die Planung von Abstellanlagen oder die Möglichkeit das Fahrrad im Bus (Bike-and-Ride) mitzunehmen. Dem Ziel nähere man sich damit an, so die Mitarbeiterin des Fachbereichs Planung und Bauordnung:  „Nur so wird das Fahrrad ein attraktives Verkehrsmittel.“

 

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