14. Januar 2022 / Aus aller Welt

Astronaut Maurer verrät: «Manchmal muss ich mich kneifen»

Schon zwei Monate ist Astronaut Mauerer auf der ISS. Eine nette Abwechslung ist eine Fragestunde mit deutschen Schulklassen. Dabei verrät er auch seinen schwierigen Weg bis nach oben.

Für Astronaut Matthias Maurer ist ein Traum in Erfüllung gegangen.

Der deutsche Esa-Astronaut Matthias Maurer ist auch nach zwei Monaten auf der Internationalen Raumstation ISS noch fasziniert vom Leben im Weltall.

«Manchmal muss ich mich kneifen und fragen: Bin ich wirklich im All? Ist mein Traum wirklich in Erfüllung gegangen, oder bin ich nur am Schlafen und träume das?», sagte Maurer bei einer Videofragestunde mit sieben deutschen Schulklassen. Er habe sehr lange für diesen Traum gearbeitet.

Maurer lässt sich nicht unterkriegen

«Zwischendurch gab es Höhen und Tiefen und auch mal Momente, in denen ich dachte, vielleicht soll es einfach nicht sein, vielleicht muss ich diesen Traum einfach aufgeben», erzählte der 51 Jahre alte Saarländer den Kindern. Er sei aber ein Mensch, der sich auch bei Problemen nicht leicht unterkriegen lasse. «Jetzt bin ich zwei Monate hier oben, und ich entdecke den Traum jeden Tag noch einmal neu.»

Maurer entrollte laut dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in der ISS ein zehn Meter langes Textilbanner mit gemalten Selbstportraits von Schülern, die sich an den Händen halten. Maurer betonte: «Diese Aktion "Hand in Hand um die Welt" zeigt sehr schön, dass wir so viel mehr erreichen können, wenn wir friedlich zusammenarbeiten.» Laut DLR soll der Bilderstreifen in wenigen Wochen mit einem Raumtransporter zur Erde zurückkehren. Dann erhielten die beteiligten Schulen ihre Abschnitt zurück samt offizieller Bestätigung, dass das Bild im Weltraum gewesen sei.

Der Astronaut der Europäischen Weltraumorganisation Esa war am 11. November mit drei Kollegen der US-Raumfahrtbehörde Nasa zur ISS gestartet. Maurer ist der zwölfte Deutsche im All und der vierte auf der ISS. Rund 400 Kilometer über der Erde soll er etwa sechs Monate lang Experimente durchführen und einen Außeneinsatz absolvieren.


Bildnachweis: © ESA/NASA-K.Barron/dpa
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