9. Dezember 2019 / Allgemeines

Kultur macht stark

Kreativ-Projekt rund um das Thema Kinderrechte

Meschede/Schmallenberg.  

Ganz im Zeichen der Kinderrechte stand das Projekt „KreativstARTer“ im Rahmen des Bundesprogramms „Kultur macht stark“, bei dem 25 Kinder im Grundschulalter ihre Ideen für eine kindgerechte Stadt künstlerisch zum Ausdruck brachten. Präsentiert wurden die Ergebnisse des gemeinsamen Projekts von Stadt Meschede, Jugendkunstschule kunsthaus alte mühle e.V., aki – Offener Treff und Abenteuerspielplatz, Mariengrundschule und Berufskolleg Bergkloster Bestwig jetzt vor Eltern und dem Arbeitskreis Kultur im Mescheder Rathaus. 

Die Kinderrechte feiern in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: Am 20. November 1989 wurden sie erstmals verbindlich in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben. Doch was sind Kinderrechte? In einem Bewegungsquiz veranschaulichte Dozentin Michaela Vollmers den Kindern im aki, dass ein Handy oder ein eigenes Zimmer wohl eher ein Kinderwunsch sind, sie aber sehr wohl ein Recht auf eine eigene Meinung, Privatsphäre, Bildung und Gesundheit haben.

Dann erkundeten die Kinder die Umgebung rund um den aki und die Kernstadt: Spiegeln sich die Kinderrechte auch vor Ort wieder? Welche Räume gibt es, die sich gezielt an Kinder richten? Was müsste sich ändern, damit Kinder sich noch willkommener fühlen? Spielplätze und -punkte, Grünflächen, Trinkwasserbrunnen und Co. ließen dabei Kinderherzen höherschlagen. Müll, Kaugummis und Schmierereien an den Wänden dagegen ärgerten die Kinder – insbesondere, wenn sie ihre Räume betreffen, ihr Recht auf Spiel und Freizeit einschränken.

Im Anschluss wurden dann an mehreren Tagen in der Jugendkunstschule in Schmallenberg die eigenen Ideen und Wünsche in Sachen Kinderrechte und kindgerechte Stadt zum Thema. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Die Kinder haben zusammen mit Dozentin Anne Vollmert eine bunte Welt gestaltet, in der sich alles um sie und ihre Rechte dreht. Zusammen mit dem Architekten Philipp Herrmann haben sie eine Stadt aus Karton gebaut, die vor allem eins ist: kinderfreundlich. Und mit dem Künstler Michel Slot wurde eine Performance entwickelt, die zeigt, dass Kinderrechte enorm wichtig sind, damit Kinder im Alltag sichtbar werden. Unterstützt wurden die Dozentinnen und Dozenten von fünf Schülerinnen des Berufskollegs Bergkloster Bestwig, die ehrenamtlich bei der Betreuung der Kinder mitwirkten.

„Gefragt war der Blickwinkel der Kinder, ihre Kreativität und Kompetenz“, fasste Bürgermeister Christoph Weber bei der Ergebnispräsentation im Rathaus die Ziele des Projektes zusammen. „Die Ergebnisse sollen uns Erwachsenen Denkanstöße geben, wie wir die Stadt Meschede vielleicht noch kindgerechter machen und die Kinderrechte bei unseren Entscheidungen und Handlungen noch stärker in den Fokus rücken können.“

Bürgermeister Weber bedankte sich in seiner Rede auch beim Deutschen Kinderhilfswerk, das als Partner im Rahmen des Programms „Kultur macht stark“ unter der Überschrift „It’s your Party-cipation“ bundesweit Bündnisse für Bildung initiiert, die im Rahmen kulturell-künstlerischer Arbeit einen Fokus auf die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen legen und sich mit Kinderrechten auseinandersetzen. Das Angebot wurde gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

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