2. Juli 2021 / Aktueller Hinweis

Eichenprozessionsspinner ist nun auch in Arnsberg angekommen

Brennhaare der Raupen können bei Menschen Allergien auslösen

Arnsberg. Der Eichenprozessionsspinner macht sich auch in Arnsberg breit. Vor der Verpuppung sind die Raupen aktiv, ihre so genannten Brennhaare können den Menschen gefährlich werden und Allergieen auslösen. Die Stadt Arnsberg mahnt zur Vorsicht und bietet nützlich Tipps und Hilfen an.

Der Eichenprozessionsspinner ist ein unauffälliger Nachtschmetterling. Die wärmere und trockenere Witterung der letzten Jahre hat zu einer deutlichen Ausweitung des Vorkommens in Deutschland geführt. Arnsberg ist bisher davon verschont geblieben, doch was zu befürchten war, ist nun Realität geworden, der Eichenprozessionsspinner ist nun auch in Arnsberg angekommen, erkennbar an Raupennestern (sog. Gespinsten).

Raupennester hängen in den Bäumen
Eigentlich ist er ein unscheinbarer Schmetterling, doch gerade die so genannten Brennhaare machen ihn auch für den Menschen gefährlich. Die jungen Raupen mit ihren Härchen können beim Menschen starke allergische Reaktionen hervorrufen. Bisher wurde nur ein kleineres Nest im Kindergarten Bachum entdeckt. Vom Fachdienst Grünflächen|Forst|Friedhöfe wurden sofort Maßnahmen eingeleitet, damit es zu keinem Kontakt mit dem Prozessionsspinner kommt. Eine Fachfirma hat das Nest zwischenzeitlich beseitigt.

Eichenprozessionsspinner kann zum Dauergast werden
Es ist aber fest damit zu rechnen, dass der Eichenprozessionsspinner "Dauergast" wird. Der Fachdienst Grünflächen|Forst|Friedhöfe wird bei einem Befall immer kurzfristig mit gezielten Maßnahmen handeln und warnt eindringlich davor, Raupen oder das Gespinst zu berühren.

Wie können Sie sich schützen?

  • Befallene Gebiete meiden
  • In befallenen Gebieten nicht ins Gras oder auf dem Boden setzen
  • In den Gebieten Hunde nicht frei laufen lassen
  • Nach Kontakt mit weißen Raupenhaaren die betroffenen Körperstellen gründlich abspülen
  • Nicht kratzen
  • In die Haut eingedrungene Raupenhaare evtl. mit Klebestreifen (z.B. Tesafilm, Heftpflaster) entfernen.
  • Ausgiebig duschen und das Kopfhaar waschen
  • Kleidung schnell wechseln und bei mind. 60° waschen

Der Fachdienst weist darauf hin, dass bei einem Befall auf privaten Flächen ebenfalls vom Eigentümer gehandelt werden muss. Hierzu kann der Fachdienst Grünflächen|Forst|Friedhöfe Hilfestellung geben und beraten. Kontakt: Tino Leutnitz, Telefon 02932 201-4140, t.leutnitz@arnsberg.de oder gruenflaechen@arnsberg.de

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