16. Dezember 2021 / Aktuell

In Meschede steigen die Abfallgebühren

Immer größere Mengen, höhere Kosten

Meschede. Steigende Abfallmengen und zudem höhere Kosten für deren Beseitigung bleiben nicht ohne Folgen für die Abfallgebühren in der Kreis- und Hochschulstadt Meschede: Im kommenden Jahr müssen die Bürgerinnen und Bürger für die Beseitigung ihrer Abfälle tiefer in die Tasche greifen. Besonders ärgerlich aus Sicht von Heinz Hiegemann, Leiter des zuständigen Fachbereichs Infrastruktur: Zumindest ein Teil dieses Anstiegs wäre durchaus vermeidbar.
 
Denn die Beseitigung von „wilden Müllkippen“, das Aufsammeln von Abfällen im Innenstadtbereich, aber auch die immer häufigeren Leerungen der Straßenpapierkörbe verursachen Kosten für alle Bürgerinnen und Bürger.
Wichtig: Mit Gebühren „verdient“ die Stadt Meschede kein Geld: »Es werden lediglich Kosten, die für bestimmte Dienstleistungen tatsächlich entstanden sind, auf alle Bürgerinnen und Bürger umgelegt«, erläutert Heinz Hiegemann. Das führt aber auch dazu, dass Achtlosigkeit oder Bequemlichkeit letztlich für die Allgemeinheit teuer werden: »Der große Teil derjenigen, die sich vernünftig verhalten, muss nun für das Fehlverhalten der Wenigen zahlen«, so Fachbereichsleiter Hiegemann in der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusses.
 
Verschmutzungen in der Innenstadt, weggeworfene To-Go-Verpackungen oder die Pizza-Schachtel, die allein schon einen Papierkorb ausfüllt - Heinz Hiegemann: »Es ist die Einstellung der Gesellschaft, wie man mit solchen Dingen umgeht.« Dabei seien das Problem nicht in erster Linie die zusätzlichen Abfall-Mengen, die so entstehen: »Teuer ist der unsägliche Zeitaufwand, um den Müll aufzusammeln, den andere Leute achtlos liegenlassen.«
 
Letztlich gebe es ein Zusammenspiel vieler Faktoren, zählt Heinz Hiegemann auf: Ein Preisanstieg bei Sammlung und Transport der Abfälle, durch Pandemie und Home-Office mehr Abfälle „in den eigenen vier Wänden“ und mehr Verpackungsmüll durch Online-Einkäufe und auch gestiegene Sperrmüll-Mengen. Hinzu kommen Unter-Deckungen im Gebührenhaushalt 2020, die nun ausgeglichen werden müssen.
 
Im Ergebnis wird der 80-Liter-Restmüllbehälter künftig 102,23 Euro (+13,76 Euro) kosten, der 120-Liter-Behälter 145,30 Euro (+16,68 Euro) sowie der 240-Liter-Behälter 274,52 Euro (+25,42 Euro). Für die 120-Liter-Windel- und Pflegetonne wird eine Gebühr von 72,65 Euro (+8,34 Euro) fällig. Für die Biomülltonnen ergeben sich folgende Gebühren: 80-Liter-Behälter 99,75 Euro (+8,34 Euro); 120-Liter-Behälter 140,32 Euro (+11,60 Euro) und 240-Liter-Behälter 262,12 Euro (+15,75 Euro).
 
Für die kommenden Jahre habe der HSK bereits steigende Deponiekosten signalisiert – Heinz Hiegemann: »Mit einem Absinken unserer Gebühren werden wir wohl eher nicht rechnen können.« Allerdings: Durch die richtige Entsorgung und die Vermeidung von Abfällen insgesamt könne jeder Bürger und jede Bürgerin einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Kosten für die Abfallentsorgung nicht noch weiter zu belasten.

Symbolbild: ©Pixabay.com/mbousevschool120

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